Do., 26. Aug. | Palmengarten Neustadt

KURZFILMTAGE

die „Happy Hour - Pfälzer Kurzfilmtage“ präsentieren aktuelle Kurzfilme, gedreht und produziert von lokalen Filmemachern, Künstlern und Musikern im Palmengarten Neustadt. Im Anschluss der Filmvorführungen finden Filmgespräche mit den Filmemachern und den Darsteller statt.
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KURZFILMTAGE

Zeit & Ort

26. Aug., 19:00
Palmengarten Neustadt, Deutschland

Über die Veranstaltung

Veranstaltung:

die „Happy Hour - Pfälzer Kurzfilmtage“ präsentieren aktuelle Kurzfilme, gedreht und produziert von lokalen Filmemachern, Künstlern und Musikern in Neustadter Lost Places. Im Anschluss der Filmvorführungen finden Filmgespräche mit den Filmemachern und den Darsteller mit ihrem Publikum statt. Zusätzlich wird eine offene Bühne für junge Talente aus Musik und Filmkunst geboten.

Konzept

Kleinkunst auf der Leinwand mit hohem Anspruch. Filmkunst zum Anfassen, Filmemacher hautnah erleben. Einblick in die Welt der Kreativen. Erstaufführungen von Neustadter Autorenfilmen. Das neue Format soll im Erfolgsfalle regelmäßig wiederholt werden.

Die Zuschauer haben die Möglichkeit das Making Of von Autorenfilmen anhand von BackStage Material kennen zu lernen und Fragen zu stellen: Was ist Filmkunst? Wie verläuft der Entstehungs- und Herstellungsprozeß, warum kleine Filme? Wie drehe ich einen Film mit „ohne“ Geld?

Offene Bühne: Interessierte und junge Talente bekommen die Möglichkeit, musikalisch oder filmisch ihre Werke zu präsentieren und zu besprechen.

In den Filmgesprächen kann man erfahren, wie selbst zu widrigen Coronazeiten kleine

Low Budget Filmwerke entstehen, warum sich Filmer trotz Existenzminimum für das Filmemachen engagieren. Denn fast schon traditionell werden in Deutschland Kurzfilme ohne oder mit zu wenig Geld produziert. Aber egal ob als kreativer No Budget Film oder großer Blockbuster, filmische Werke bedeuten viel Arbeit und kosten Geld. Diese Selbst- und Fremdausbeutung scheint vielen selbstverständlich. Nicht nur den Filmschaffenden selbst, sondern auch Förderern, Fernsehsendern und Veranstaltern, deren finanzielle Beteiligung an Kurzfilmen im Normalfall gerade mal ausreicht, um die Kosten für Technik, Locations, und Ausstattung zu decken. Auch dafür sollen die Filmgespräche ein Bewusstsein schaffen.

Regionaler Bezug / Neustadt Effekt:

Filme haben immer ein sozio-politisches Anliegen, die kulturell-regional spezifisch sind.

  1. Die Pfalz als Kreativort: Neugierde auf Pfälzer Orte, seine Geschichte/n und Themen machen: Der besondere Bezug zu der Pfalz und Neustadt/Weinstraße zeigt sich anhand der Auswahl der Drehorte und Lost Places in Neustadt und der Pfälzer Kartoffel, die sich wie ein roter Faden durch viele der Filme zieht. Schließlich war die Kartoffel schon immer das Überlebensnahrungsmittel der Pfälzer zu Krisenzeiten.
  2. Der Pfälzischen Filmkreativität eine Plattform bieten: Nach der Erfahrung der Pandemie mit Vereinzelung, Kommunikationsdefizit und Existenzverlust vieler Künstler brauchen Freie Künstler und Filmemacher jetzt Unterstützung, sonst kann die Kunst nicht überleben. Politik und Gesellschaft scheint nicht mehr zu begreifen, dass Kunstmachen und Kunst-Zeigen kein Freizeitvergnügen sondern ein Beruf ist, der genau so viel Relevanz, Respekt und Anspruch auf eine faire Unterstützung und Bezahlung verdient, wie jeder andere Kunstberufszweig auch.
  3. Filmkunst fördern, die mit ihren erzählten Geschichten die Menschen wieder zusammenbringt und ein Gemeinschaftserlebnis schafft.
  4. Interessierten und jungen Künstlern ein Forum zur medialen Teilhabe bieten.
  5. Fairness als Grundgedanke: Lokalen Künstlern in wirtschaftlich schwierigen Corona-Zeiten eine gewisse Unterstützung zukommen zu lassen.
  6. Freie Filmkunst ist auch Demokratie.

26 Kurzfilme

Während des Kulturlockdowns entstanden bereits 12 Kurzfilme der beiden Pfälzer Filmemacher Bettina Höchel und Javier de la Poza.  „Legenden aus Palatines Coronien“. Die Kurzfilme zeigen den täglichen Umgang mit Corona und den einher gegangenen Schwierigkeiten mit einem zwinkerndem Auge. Auf vergnügliche Weise führen die Filme die Surrealität der ritualisierten AHA-Regeln der Coronazeiten vor Augen, und welche Kommunikationsprobleme durch Corona-Angst, Masken-Tragen und Abstand-Halten entstanden waren und wie ein Künstler in der Isolation mit sich selbst dennoch Filmkunst mit ganz reduzierenden Mitteln produzieren konnte. Hinzu kommen viele weitere kleine Kunstwerke mit typisch menschlichen Themen, die oftmals an die Stummfilmzeit von Buster Keaton und Charly Chaplin erinnern, aber auch im heutigen Techno und Videokunstgewand.

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